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Zementsilo, Lübeck
Neuberechnung und Verstärkung mit Spritzbeton
strengthening of a cement silo with sprayed concrete
 

Das Silo wurde 1936 in Stahlbetonbauweise errichtet und wies bereits kurz nach der Inbetriebnahme erste Schäden auf. Das Bauwerk steht auf einer quadratischen Grundplatte an deren Ecken vier polygonale Nebenzellen monolithisch in den Zylinder einbinden.
In den Jahren 1952 und 1980 wurden bereits Sa-nierungsmaßnahmen durchgeführt. Da die statischen Berechnungen in der Vergangenheit jedoch stets am Modell einer rotationssymmetrischen Zylinderschale erfolgten und die aussteifende Wirkung der Nebenzellen vernachlässigten, führten rechnerisch nicht berücksichtigte Biegebeanspruchungen immer wieder zu starker Rissbildung an der Außen- und Innenseite des Zylinders.
Erst die von bow durchgeführte Neuberechnung der Siloanlage als dreidimensionales FE-Modell mit allen maßgebenden Last- und Zwangspannungszuständen zeigte, dass das Tragverhalten der Siloanlage nicht mit dem früher angenommenen Membranspannungszustand übereinstimmt. Die Siloanlage wurde auf Grundlage dieser Berechnung vollständig mit Spritzbeton verstärkt. Seither sind keine weiteren Risse aufgetreten.

Bauherr
Zementwerke Lübeck GmbH und Co. KG

Auftraggeber
Torkret AG Niederlassung Hamburg

Leistungsbild nach HOAI
Tragwerksplanung
Instandsetzungsplanung

Bauphase 08/1999 – 04/2000

 
 
 
 
 


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