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Justizgebäude B, Frankfurt am Main
Verstärkung einer Galerieebene

strengthening of an internal gallery slab in the court house
 

Das denkmalgeschützte Justizgebäudes B wurde zwischen 1913 und 1917 in Mauerwerk und Eisenbeton erbaut. Im 3. OG befindet sich im Bereich des nördlichen Treppenhauses eine Galerieebene, die als Zugang zu den angrenzenden Räumen dient. Sie ist ca. 23 m lang und 2,50 m breit und wurde als frei auskragende Eisenbetondeckenplatte mit kassettierter Untersicht konstruiert.
Nach dem Auftreten mehrerer Risse an der Plattenunterseite wurde ein Gutachten erstellt, in dem die Schäden dokumentiert und beurteilt wurden. Die im Gutachten enthaltene statische Nachrechnung ergab, dass die Galerie für die vorhandenen Eigenlasten und die geforderten Verkehrslasten nicht ausreichend tragfähig war.
Mit der Bemessung der erforderlichen Verstärkungsmaßnahme wurde bow beauftragt. Um den Eingriff in die denkmalgeschützte Bausubstanz so gering wie möglich zu halten, wurden verschiedene Lösungsansätze untersucht.
Neben der im Gutachten vorgeschlagenen Lösung mit aufgeklebten CFK-Lamellen empfahl bow aufgrund der geringen vorgefundenen Oberflächenzugfestigkeit die Verwendung von in Schlitzen im Beton verklebten CFK-Lamellen, die einen wesentlich besseren Verbund zum Untergrund aufweisen.
Weitere Materialprüfungen zeigten jedoch eine so geringe Betondruckfestigkeit der Bestandskonstruktion, dass die CFK-Verstärkung außerhalb der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung lag und eine Zustimmung im Einzelfall erfordert hätte. Daraufhin arbeitete bow eine weitere Verstärkungsalternative mit zusätzlicher Stabstahlbewehrung und Leichtbetonergänzung aus, welche vom Bauherrn favorisiert wurde.

Bauherr
Staatsbauamt Frankfurt am Main I

Leistungsbild nach HOAI
Tragwerksplanung Verstärkung Lph 1 - 5

Kennwerte
zu verstärkende Fläche: 110 m²
Gesamtlänge CFK-Lamellen eingeschlitzt: 880 m

Baukosten ca. 60 Tsd. Euro

Bauphase 2005

 
 
 
 


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