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Stiftungsklinikum Mittelrhein in Koblenz
Verstärkung von Stahlbetonwandscheiben mit CFK-Lamellen

strengthening of concrete walls with externally bonded FRP strips
 

Das Bettenhaus des Stiftungsklinikums Mittelrhein in Koblenz ist ein Massivbau mit schottenartigen Stahlbetonwandscheiben im Achsmaß von 4 m, die als Zimmertrennwände dienen. Der geplante Umbau der 4. Etage zur Intensivstation machte zusätzliche Tür- und Fensteröffnungen in den Wandscheiben erforderlich, um die Überwachung und Versorgung der Intensivpatienten zu gewährleisten.
bow wurde mit der Statischen Berechung für die Verstärkungsmaßnahmen mit CFK-Lamellen beauftragt. Grundlage war die zuvor ermittelte zusätzlich erforderliche Betonstahlbewehrung im Bereich der neuen Öffnungen. Es wurden horizontale Lamellen auf der Wand oberhalb der Öffnungen sowie unterhalb der Fenster und auf der Deckenplatte unterhalb der Türen angeordnet.
Besonderes Augenmerk lag auf den Nachweisen der Endverankerung der CFK-Lamellen. Dabei war das unterschiedliche Materialverhalten der innen liegenden Betonstahlbewehrung und der oberflächig aufgeklebten CFK-Lamellen zu berücksichtigen. Denn aufgrund der geringen FRP-Dehnung im Verankerungsbereich der Klebebewehrung kann der Betonstahl nicht bis zur Streckgrenze ausgenutzt werden, sondern nur eine reduzierte Zugkraft übernehmen. Begrenzte Verankerungslängen infolge der eingerückt an die Wandscheiben anschließenden Fassade sowie vorhandener Versorgungsschächte wurden durch erhöhte Lamellenquerschnitte oder zusätzliche Verankerungskonstruktionen kompensiert.

 

Bauherr
Gesundheitszentrum Ev. Stift St. Martin gGmbH, Koblenz

Auftraggeber
Fritsch Hoch- und Tiefbau GmbH

Leistungsbild nach HOAI
Tragwerksplanung CFK-Verstärkung Lph 4

Kennwerte
15 Wandscheiben verstärkt
mit ca. 525 lfd. m CFK-Lamellen 100x1,4 mm² 

Baukosten CFK-Verstärkung 50 Tsd. EUR

Bauphase 02/2008 - 06/2008

 
 
 
 
 
   
 


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